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Blogartikel Natur & Tier

Tiere als Ersatz für Nähe

Der seit drei Monaten anhaltende Lockdown bringt vielerlei Kuriositäten hervor. Der Online-Handel boomt und die Berge an Verpackungsmüll steigen – nicht zuletzt wegen der vielen “To-Go-Angebote”, auf die man zwangsläufig zurückgreifen muss, wenn man unterwegs ist. Den unerfüllten Wunsch der Menschen nach Nähe wiederum versuchen viele zu befriedigen, indem sie sich ein Haustier anschaffen. Die Auswirkungen spürt der Deutsche Tierschutzbund und die ihm angeschlossenen Tierschutzvereine und Tierheime. Wenn auch ein gestiegenes Interesse an Tierheimtieren erfreulich ist, warnen die Tierschützer vor

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Eine Drohne für die Rehkitze

Sie sind kleiner als eine Katze und haben kaum Eigengeruch: Rehkitze. Wenn sie jünger als drei Wochen sind, liegen sie flach auf dem Boden und verharren im Feld, bis die Ricke kommt. Selbst Hunde laufen an ihnen vorbei. Der fehlende Fluchtinstinkt der kleinen Lebewesen kann ihnen jedoch zum Verhängnis werden, wenn der Landwirt sein Feld mäht. Und das geschieht aufgrund des sich verändernden Klimas immer früher im Jahr und zu einer Zeit, wenn die Kitze noch zu klein zum Flüchten

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In Wasserschutzgebieten wird Glyphosat bevorzugt

Es ist ein Phänomen, das im späten Frühjahr auf Wiesen und Feldern im Rhein-Sieg-Kreis zu beobachten ist. Grüne Wiesen verwandeln sich urplötzlich in gelbe. Das ist nicht, wie in diesem Frühjahr fast zu vermuten war, der Trockenheit geschuldet, sondern dem Einsatz des sogenannten Pflanzenschutzmittels Glyphosat. Der Wirkstoff ist weltweit einer der am meisten eingesetzten. Trotz seiner EU-Zulassung und regelmäßiger EU-Wirkstoffprüfung im Hinblick auf seine Risiken für Gesundheit und Umwelt ist er umstritten. Die Abbauprodukte von Glyphosat lassen sich im Brot,

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Kleine Wilde ganz groß

Rica ist noch kein Jahr alt, aber sieht schon recht erwachsen aus. Sie ist ein Reh, das am 1. Mai 2020 geboren wurde und im Garten von Dr. Manuela Giannetti lebt. Die ehemalige Leiterin der Naturschule Aggerbogen betreibt in Zusammenarbeit mit dem NABU eine Wildtierauffangstation im Garten ihres Mehrgenerationenhauses. Außer Rica leben dort noch ihre beiden Katzen und ein Marderpärchen. Schon seit ihrer Zeit in der Naturschule zieht die Pädagogin Igel, Eichhörnchen und Nager groß, die bei ihr abgegeben werden.

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Wundersame Pilz-Welten

„Sie schießen wie Pilze aus dem Boden“, dieser alte Spruch, den man zitiert, wenn etwas besonders häufig und in übermäßiger Weise auftritt, kommt nicht von ungefähr. Denn Pilze brauchen nur ein bisschen Regen und Wärme und schwups sind sie draußen. Nachdem der September zu trocken war, hat der feuchte Oktober nun für schnelles Pilzwachstum gesorgt. Der Waldboden ist übersät von den eukaryotischen Lebewesen in allen Farben und Formen. Der Name kommt aus dem Griechischen und beschreibt einen festen Zellkern und

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Gesundes Obst von hiesigen Bäumen

Der Rhein-Sieg-Kreis ist einer der streuobstwiesen-reichsten Kreise in Nordrhein-Westfalen. Die hochstämmigen Obstbäume mit ihren ausladenden Kronen und das darunter liegende Grünland gehören zu unserer Kulturlandschaft. Sie sind ein wertvoller Lebensraum für viele Tierarten. Vögel, Käfer, Schmetterlinge und Kleinsäuger profitieren von dem reichhaltigen Angebot an Höhlen, Blüten und herabfallendem Obst. Streuobstwiesen sind das Ergebnis jahrhunderterlanger landwirtschaftlicher Tätigkeit. Sie beherbergen eine Vielfalt an alten Obstsorten, die in Vergessenheit geraten sind. Die moderne Agrarpolitik, anhaltende Bebauung und die Konkurrenz aus dem Intensivanbau gefährdet

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Des Teufels Kutschengaul – ein Käfer

Es war beim Morgenspaziergang. Wir liefen über ein kurzes geteertes Stück eines Weges mitten zwischen den Feldern, als dort ein kleines schwarzes Tier einen großen Aufstand machte. „Ups, der sieht ja aus wie ein Skorpion“, dachten wir bei der näheren Betrachtung. Das mehr als drei Zentimeter lange Tier hatte vorne richtige Zacken und sein Hinterteil drohend nach oben erhoben, ebenso wie Skorpione es machen. „Skorpione im Rheinland – gibt es das?“, wunderten wir uns. Bijou war fasziniert und kaum von

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Wasserkraftwerk

Die Unkelmühle als Pilotanlage für Fische

Die Tage der fossilen Brennstoffe sind gezählt und auch der der Ausstieg aus der Atomenergie ist beschlossene Sache. Bis 2025 soll bis zu 45 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Müll und Erdwärme gewonnen werden. Doch umweltfreundliche regenerative Energiegewinnung hat ihren Preis. Windkraftanlagen zerhäckseln Vögel, Fledermäuse und Insekten, die Turbinen der Wasserkraftanlagen insbesondere Wanderfische. Darum sinnen Politiker und Unternehmen der Energiegewinnung auf Abhilfe. Im Wasserkraftwerk Unkelmühle an der Grenze zwischen Eitorf und Windeck an der

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