Dachse

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Man bekommt sie selten zu Gesicht, wohl aber ihre umfangreichen Bauarbeiten. So gibt es etwa im Wald bei Kircheib (Westerwald) schon seit vielen Jahren einen große Dachskolonie. Versteckt im Wald findet sich die reinste Gebirgslandschaft. Denn Dachse sind gute Bauarbeiter, die mit ihren kräftigen krallenbewährten Tatzen ganze Waldbereiche umgraben. Dabei werden die Löcher, die sie graben, gar nicht mal alle benutzt. Denn Meister Grimbart, wie er auch genannt wird, baut manche auch nur für die Luftzufuhr.

Dachse bauen groß

Denn Dachsbaue können enorme Ausmaße mit mehreren Etagen annehmen, dabei gehen sie oft in die Tiefe. Ihr Wohnkessel liegt in etwa fünf Meter unter der Erde und ist über zahlreiche Gänge mit der Oberfläche verbunden. Gepolstert ist er mit trockenem Laub, Moos oder Farnkraut. Ein Dachsbau kann über Jahrzehnte benutzt werden. Jede Generation dehnt ihn weiter aus und fügt Wohnkammern hinzu. Ein in England untersuchter Dachsbau umfasste ganze 50 Kammern und 178 Eingänge, die durch insgesamt 879 Meter Tunnel miteinander verbunden waren. Durch die Größe und typische Spuren sind Dachs- und Fuchsbauten voneinander zu unterscheiden, wobei sie oftmals dieselben Höhlen benutzen.

 

Dachsloch im Winter.

Dachse gehören zu der Gattung der Marder und sind an ihrer schwarz-weißen Gesichtsmaske einwandfrei zu erkennen. Ihre Ohren sind winzig und haben einen weißen Rand. Ihre Länge ist die gleiche wie die eines Fuchses, nämlich 60 bis 72 Zentimeter, wobei sie durch ihre Breite und kurzen Beine jedoch viel kräftiger wirken. Allerdings kann ein Dachs auch bis zu 20 Kilo schwer werden, wohingegen Füchse nur sieben Kilo auf die Waage bringen. Die Erdmarder sind eher für ein Leben unter der Erde gemacht und ihr Gang ist ein bisschen behäbig. Trotzdem können sie schnell laufen und springen und sogar schwimmen. Ihr grauer Körper trägt einen dunklen Strich auf dem Rücken und verfügt über einen kurzen Schwanz.

Die Dachshöhlen im Wald erstrecken sich weithin.

Dachse gehören zu den Mardern

Am liebsten siedeln sich Dachse in Laub- und Mischwäldern in ganz Europa bis hin zum Polarkreis an. Der europäische Dachs ist verwandt mit dem Honigdachs in Afrika, dem Riesendachs in China und Indien, dem Malaiischen Stinkdachs auf Sumatra und dem amerikanischen Dachs. Sie können bis zu 20 Jahre alt werden und sind nachtaktiv. Die bärenartigen Tiere leben alleine oder in Kolonien mit mehreren Generationen. Ihre Nahrung besteht aus Insekten, Würmern, Aas, aber auch Früchte, Beeren und Wurzeln. Ihre Lieblingsspeise sind Regenwürmer. Wenn sie sich warnen, quiken Dachse laut, ansonsten geben sie die verschiedenste Geräusche ab, etwa brummen oder fauchen. Im Winter halten sie Winterruhe und zehren von ihrer Speckschicht. Zu ihren Feinden zählt der Wolf und der Mensch. Oftmals fallen Dachse dem Straßenverkehr zum Opfer.

Typischer Pfotenabdruck eines Dachses.

Wenn sich Meister Grimbart im Hochsommer paart, jagt das Männchen das Weibchen durchs Revier. Manchmal führt die Fähe dabei einen Rolltanz auf und dreht sich mal links, mal rechts im Kreis. Im Februar und März kommen dann zwei bis fünf Junge zur Welt. Sie sind nur zwölf Zentimeter groß und öffnen erst mit fünf Wochen ihre Augen. Wenn sie zwei Monate alt sind, machen sie ihre ersten Ausflüge aus der Höhle. Manchmal bleiben die Jungen bis zum Herbst oder Winter bei ihrer Mutter. Wer Glück hat, kann ihr nächtliches Leben mit einer Wildkamera einfangen.

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